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Fort Ross um 1830 ...… dass es nahezu 30 Jahre lang eine russische Siedlung vor den Toren San Franciscos gegeben hat?
1741 entdeckte Vitus Bering, ein dänischer Seeoffizier in russischen Diensten, die Südküste Alaskas und die Aleuten, und die russischen Zaren beanspruchten seitdem größere Territorien im äußersten Nordwesten des nordamerikanischen Kontinents. 1799 stimmte Zar Paul I der Gründung der Russisch-Amerikanischen Kompanie zu und räumte ihr für 20 Jahre ein – dann erneuerbares - Handelsmonopol für das Gebiet vom 55. Breitengrad bis zur Beringstraße ein. (Das entspricht in etwa der heutigen Westküste Alaskas). Russische Seeleute und Händler drangen jedoch immer weiter nach Süden vor und es gab auch zeitweilig Pläne, die gesamte Pazifikküste Nordamerikas in Besitz zu nehmen. Hauptsächlich als Versorgungsposten für die russischen Händler in Alaska wurde 1812 im heutigen Sonoma County, etwa 120 km nördlich von San Francisco, der „Rossija“ - Fort Ross - genannte - Stützpunkt errichtet. Als Zar Alexander I 1821 das Handelsmonopol der Russisch-Amerikanischen Kompanie weiter nach Süden ausdehnen wollte – zunächst war der 51. Breitengrad genannt worden -, kam es zu scharfen Protesten der USA und auch seitens Großbritanniens. Diese russischen Ambitionen waren auch der eigentliche Anlass für die 1823 verkündete sogenannte Monroe-Doktrin, mit der sich der amerikanische Präsident James Monroe gegen jede europäische Kolonisation auf amerikanischem Boden wandte. Die russischen Zaren waren von nun an sehr viel zurückhaltender gegenüber den expansiven Vorstellungen der Russisch-Amerikanischen Kompanie. 1841 wurde Fort Ross für 30000 Piaster an den schweizerisch-amerikanischen Farmer John Sutter verkauft und der wirtschaftliche Einfluss der Russisch-Amerikanischen Kompanie ging immer weiter zurück. Ihr Handelsmonopol wurde 1861 nicht mehr erneuert und 1867 verkaufte Zar Alexander II Russisch-Amerika – das heutige Alaska - für 7,2 Mill U$ an die USA.
Afro-Amerikanische Soldaten im Bürgerkrieg ...… dass Afro-Amerikaner gemeinsam mit Weißen für Amerikas Freiheit gekämpft haben?
Im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg 1775 - 1781 hatte George Washington, selbst Sklavenbesitzer, es zunächst abgelehnt, Afro-Amerikaner für seine Armee zu rekrutieren, da er in deren Bewaffnung die Gefahr einer Sklavenrebellion vermutete. Der Aufruf des britischen Gouverneurs von Virginia Lord Dunmore 1775 alle Sklaven zu befreien, die für die britische Krone gegen die rebellierenden Amerikaner kämpfen wollten, und die eigene kritische Lage zwangen Washington schließlich seine Meinung zu ändern. Ab Januar 1777 rekrutierten Washington und der Kongress erst freie Afro-Amerikaner und dann auch Sklaven gegen das Versprechen der Freilassung für die Kontinentalarmee. Insgesamt kämpften etwa 5000 Afro-Amerikaner auf Seiten er Patrioten, teilweise in eigenen Einheiten unter Führung weißer Offiziere – hierfür entschieden sich Rhode Island und Connecticut -, teilweise aber auch in gemischten Einheiten. Im Süden rang sich nur Maryland zur Rekrutierung von Afro-Amerikanern durch, während Virginia dies nur in wenigen Ausnahmefällen zuließ (Afro-Amerikaner kämpften anstelle ihrer weißen Herren). Das Parlament von South Carolina lehnte die vorgeschlagene Bewaffnung von 3000 bis 5000 Sklaven entschieden ab. Am Ende des Unabhängigkeitskrieges soll Washingtons Armee zu etwa 25% aus Afro-Amerikanern bestanden haben. Auch im nächsten Krieg der noch jungen USA, dem Krieg gegen Großbritannien 1812 – 1814, und trotz wachsenden Widerstandes sogar noch im Krieg gegen Mexiko 1846 – 1848 kämpften Afro-Amerikaner gemeinsam mit ihren weißen Landsleuten. Die Segregation weißer und schwarzer Soldaten entstand erst im amerikanischen Bürgerkrieg und wurde erst 1948 durch Erlass des Präsidenten Truman beendet (Executive Order 9981).
Andre Jackson, 7. Präsident ...… was das “spoils system” ist und wer es in die amerikanische Politik einführte?
Als “spoils system” bezeichnet man in den USA die Praxis der nahezu vollständigen Übernahme der öffentlichen Ämter z.B. einer Regierungs-Administration durch Mitglieder oder Anhänger der siegreichen Partei. (Spoils bedeutet Beute.) Dieses Verfahren wurde erstmals vom 7. Präsidenten der USA Andrew Jackson nach seiner Wahl zum Präsidenten 1829 angewandt und wird seitdem von jedem neugewählten Präsidenten so praktiziert. Jackson selbst sah darin ein wichtiges republikanisches Prinzip; periodische Neubesetzung öffentlicher Ämter sollte Korruption und verfilzte Bürokratie bekämpfen und die Öffentlichkeit stärker am politischen Geschäft beteiligen. Andrew Jackson war der erste Präsident, der in einfachen Verhältnissen aufgewachsen war. Alle seine 6 Vorgänger waren aus zur amerikanischen Elite gehörenden Familien der Ostküste hervorgegangen. Sein Wahlsieg galt als der Sieg des kleinen Mannes, was die tumultartigen Vorgänge bei seiner Amtseinführung erklären konnte. In seinen 8 Jahren im Amt weitete er die exekutive Autorität entscheidend aus. Zum ersten Mal wurde das Präsidentenamt als die unwidersprochene Zentrale der Bundesregierung betrachtet; der plebiszitäre Charakter der Präsidentschaft wurde von ihm betont, da der Präsident – die Wahlmänner wurden jetzt auch vom Volk gewählt - im Gegensatz zu Senatoren und Abgeordneten des Repräsentantenhauses als Einziger von ganzen Volk gewählt wurde. Jackson bestand anders als seine Vorgänger darauf, dass seine Kabinettmitglieder seinen Anordnungen Folge zu leisten hätten. Darüberhinaus schuf er die Praxis des „Küchenkabinetts“ als spezielles Beratungsgremium. Er veränderte die Präsidentschaft von einem law-enforcing Amt in eine policy-making Organisation. Er sprach 12mal ein Veto gegen Gesetze des Kongresses aus – mehr als alle seine Vorgänger zusammen – und er führte die Praxis des „pocket veto“ ein (eine Art Blockade der Gesetzgebung, indem der Präsident die Gesetzesunterschrift in den letzten Tagen der Tagung des Congresses verweigert).
Uncle Sam des Grafikers ...… wie die Figur Uncle Sam als Personifizierung der USA entstand?
Die Figur Uncle Sam geht auf den amerikanisch-englischen Krieg 1812-1814 zurück. Der Überlieferung nach erhielten damals Soldaten in einem Armeestützpunkt im Norden des Staates New York Fässer mit Fleischvorräten die mit den Buchstaben „US“ versehen waren. Die Soldaten sollen dies zunächst als die Initialen des Fleischlieferanten, eines Herstellers von Fleischkonserven in Troy, New York, mit Namen Samuel Wilson III, als Uncle Samuel Wilson verstanden haben. Später dann übertrugen sie diese Buchstaben auf die Vereinigten Staaten – United States. Das heute bekannte Aussehen der Figur geht auf den Grafiker James Montgomery Flagg zurück, der während des ersten Weltkrieges im Auftrag des US-Militärs sein eigenes Aussehen als Vorlage benutzte. Davor gab es andere Darstellungen der Figur. Die genannte Version der Entstehungsgeschichte wurde trotz vorhandener Bedenken 1961 durch Senatsbeschluss anerkannt, wobei zugleich die Bedeutung der Figur offiziell festgeschrieben wurde. Uncle Sam wird somit als die Personifizierung der USA verstanden. Er wird grundsätzlich als ein hagerer, älterer Mann mit weißer Hautfarbe, weißem Haar, Ziegenbart und meist ernster Miene dargestellt. Er trägt die Nationalfarben der USA, ein dunkelblaues Jackett mit rot weiß gestreifter Hose. Sein Zylinder erscheint meist mit den Farben der Flagge – Stars and Stripes.
Die Flagge von Fort ...… wie die amerikanische Nationalhymne entstanden ist?
Während des amerikanisch-englischen Krieges 1812-1814 erlebte der amerikanische Amateur-Dichter Francis Scott Key am 13./14. September 1814 als Gefangener auf dem britischen Kriegsschiff HMS Minden die Bombardierung des Fort Mc Henry in der Chesapeake Bay im Zusammenhang mit der Schlacht um Baltimore. Am Morgen nach der Bombardierung wurde Key durch den amerikanischen Sieg und die immer noch auf dem Fort wehende Flagge zu dem 4-strophigen Gedicht „O say can you see…“ inspiriert, welches er zunächst „Defence of Fort Mc Henry“ nannte. Die Flagge hatte damals 15 Sterne und Streifen, da inzwischen mit Kentucky und Vermont zwei weitere Staaten zu den urprünglich 13 hinzu gekommen waren. Key’s Schwager Nicholson erkannte, dass das Gedicht zur Melodie eines populären englischen Trinkliedes von 1780 „To Anacreon in Heaven“ passte und ließ es am 17. September 1814 drucken. Einige Tage später erschien es im Baltimore Patriot und The American mit dem Hinweis „Tune: Anacreon in Heaven“. Nach der Veröffentlichung von Text und Melodie unter dem Namen „The Star-Spangled Banner“ durch Thomas Carr wurde es sehr schnell populär. Am 27. Juli 1889 wurde das Lied durch Befehl des Marineministers Tracy zur offiziellen Melodie beim Hissen der Flagge. 1916 befahl Präsident Wilson, dieses Lied bei militärischen und anderen geeigneten Anlässen zu spielen. 1918 soll es zu ersten Mal während eines Baseball Spieles der „World Series“ gespielt worden sein. Nachdem im November 1929 ein bekannter Cartoonist eine Zeichnung veröffentlichte „Believe it or not, America has no national anthem“ , wurde „The Star-Spangled Banner“ am 3. März 1931 durch die Unterschrift Präsident Hoovers unter ein entsprechendes Gesetz zur offiziellen Nationalhymne der USA. Zuvor waren andere Lieder zu offiziellen Anlässen als quasi Staats-Hymne benutzt worden, so z.B. „My Country, `Tis of Thee“ nach der Melodie der englischen Nationalhymne oder „Hail Columbia“ .
Das Acoma Pueblo  ...… dass es einen preußisch-jüdischen Häuptling bei den Acoma Pueblo Indianern in New Mexico gegeben hat?
Salomon Bibo wurde 1853 in Brakel, Westfalen – damals zu Preußen gehörig – als sechstes von elf Kindern des Kantors der jüdischen Gemeinde geboren. Seine älteren Brüder wanderten nach Amerika aus, fanden schließlich Arbeit bei einer Händler-Familie in Santa Fe und begründeten dann in dem kleinen Nest Ceboletta eine Handelsstation inmitten der Navajo Indianer. 1869 folgte der 16jährige Salomon seinen Brüdern und arbeitet mit ihnen in einer Reihe von Handelsstationen bei verschiedenen Indianerstämmen des Südwestens. Sie kauften indianische Produkte und verkauften diese an die U.S. Armee zur Versorgung verschiedener Forts in der Gegend. 1882 errichtete Salomon eine Handelsstation beim Acoma Pueblo westlich von Albuquerque. Bibo wurde bald von den Acoma Indianern um Hilfe bei Auseinandersetzungen um Landbesitzrechte gebeten. Nach der spanischen Eroberung des Pueblo’s 1599 hatte die spanische Krone große Teile des seit jeher im Pueblo Besitz befindlichen Landes an mexikanische Soldaten überschrieben, deren Nachfahren diese Ländereien teilweise immer noch beanspruchten. Bibo konnte dem Pueblo trotz der ablehnenden Haltung des offiziellen Indianer Beauftragten der U.S. Regierung einige Ländereien zurück gewinnen. 1885 heiratete Bibo die Enkelin des Gouverneurs des Pueblo’s Juana Valle und wurde so Mitglied des Pueblo. Nach der spanischen Eroberung waren die Pueblo Indianer katholisch geworden und hatten spanische Amtsbezeichnungen wie Gouverneur anstelle von Häuptling übernommen, hielten aber dessen ungeachtet ihre religiösen und sonstigen Traditionen bei. Da es damals keinen Rabbi in New Mexico gab, wurde zweimal geheiratet, einmal vor einem katholischen Priester und einmal indianisch. Drei Jahre später wurde Bibo als Nachfolger des Großvaters seiner Frau zum Gouverneur-Häuptling gewählt. Er hatte diese Amt 5 Jahre inne und blieb im Pueblo noch weitere 5 Jahre. Sein größter Erfolg war die Installation von Schule und Lehrer im Pueblo. Die wirtschaftliche Depression der 1890er Jahre ruinierte ihn finanziell und er übersiedelte mit seiner Familie nach San Franzisko, wo er seine Kinder in einer jüdischen Gemeinde aufzog und ihnen eine jüdische Erziehung gab. Er konnte sich finanziell wieder erholen und eröffnete schließlich ein Spezialitäten-Lebensmittelgeschäft. 1934 starb er in San Franzisco und 7 Jahre später seine Frau Juana.
Eine deutsch-amerikanische Jugendorganisation während ...… dass 42,8 Millionen US-Amerikaner deutscher Abstammung sind?
In 10jährigen Intervallen veröffentlicht das US Census Bureau im Department of Commerce Berichte über die Abstammung der Amerikaner. Nach dem letzten Bericht aus dem Jahr 2000 geben 42,8 Mill. Amerikaner – das sind 15% der Bevölkerung - eine deutsche oder teilweise-deutsche Abstammung an. Es folgen 30,5 Mill. mit irischer Abstammung und 24,9 Mill. mit afro-amerikanischer Abstammung; 24,5 Mill. geben englische Abstammung an, 18,4 Mill. nennen mexikanische Vorfahren und 15,6 Mill. sind italienischer Abstammung. Im langfristigen Trend dieser Abfragen werden die europäischen Abstammungen geringer, während afro-amerikanische, spanische und asiatische Abstammungen zunehmen. Man kann die Ernsthaftigkeit dieser Zahlen aus verschiedensten Gründen in Frage stellen; Mehrfachnennungen z.B. deutsche, irische und skandinavische Vorfahren in ein und derselben Familie oder vor 1871 konnte man genau genommen von Deutschen überhaupt nicht sprechen, allenfalls von Pfälzern, Sachsen, Friesen usw.. Dennoch ist richtig, dass seit dem Bestehen der USA Einwanderer aus Deutschland oder aus Ländern, die später Deutschland bildeten den größten Anteil aller Einwanderer in die USA gestellt haben; die Deutschen stellten nahezu 11% aller Immigranten, insgesamt mehr als 7 Mill. Menschen.
Die Top 5: In ...… dass US-Historiker und –Politologen seit 1948 regelmäßig Ranglisten der besten und schlechtesten Präsidenten erstellen?
Bis zu Hundert Wissenschaftler beteiligen sich an dieser Beurteilung, wobei die Leistung jedes Präsidenten auf einer 5-Punkte Skala bewertet wird. Die Durchschnittswerte ergeben die Rangliste, die dann veröffentlicht wird. Das Ergebnis wird auch in Fachzeitschriften diskutiert und fehlt in keiner Präsidentenbiografie. Seit Jahrzehnten sind diese Ranglisten zumindest was die Tops und Flops betrifft sehr konstant. Die 5 bestangesehenen Präsidenten sind in der Reihenfolge 1 bis 5 Abraham Lincoln, George Washington, Franklin D. Roosevelt, Thomas Jefferson und Theodor Roosevelt. Die Bevölkerung kommt zu einer anderen Beurteilung als die Wissenschaftler; bei einer Umfrage wurde zwar Lincoln ebenfalls an die erste Stelle gesetzt, jedoch kamen die danach folgenden Lieblinge der Bevölkerung Reagan, Kennedy und Clinton bei den Wissenschaftlern nicht unter die ersten 5. Bei den am schlechtesten beurteilten Präsidenten steht an erste Stelle James Buchanan, der als Vorgänger Lincolns von 1857 bis 1861 im Amt war. Ihm wird insbesondere angekreidet, dass er tatenlos zusah, als noch während seiner Präsidentschaft mehrere Südstaaten die Union verließen. Danach folgt Warren G. Harding, als Nachfolger Wilsons 1920 gewählt und bereits 1923 verstorben. Über ihn sagte der spätere Präsident Hoover „Er war nicht der Mann mit der Erfahrung oder intellektuellen Fähigkeit, welche die Stellung erfordert.“ Flop Nr 3 ist Franklin Pierce (1853 – 1857), der die Bedeutung der Sklavenfrage völlig falsch einschätzte, durch seine Halsstarrigkeit wesentlich zu den Auseinandersetzungen des „Bleeding Kansas“ beitrug und zudem Konflikte mit Spanien und Großbritannien provozierte. Flop Nr. 4 ist Andrew Johnson, Nachfolger Lincolns von 1865 bis 1869, der bei seiner Vereidigung als Vizepräsident betrunken gewesen sein soll. Wesentlicher war aber seine Haltung in der Phase der Reconstruction, wodurch er mehr und mehr in Konflikt mit dem Kongress geriet und nur knapp einem Amtsenthebungsverfahren entging. Als Nr. 5 bei den Flops wird Ulysses S.Grant (1869 – 1877) geführt. Die Präsidentschaft des früheren Oberbefehlshaber der Nordstaatenarmeen und Helden des Bürgerkriegs insbesondere in ihrer zweiten Phase wurde schon von Zeitgenossen als schwach, erfolglos und skandalumwittert beurteilt. Interessant wird sein, ob und wie George W. Bush in diesen Listen auftaucht. Bereits 2006 wurde seine Präsidentschaft bei einer Umfrage unter 744 Wissenschaftlern von 80 % als unterdurchschnittlich oder erfolglos beurteilt.

Die Verfassung der USA ...… dass Präsident Obama schon einige Minuten im Amt war, bevor er seinen Eid sprach?
Zwar sagt Artikel II, Section 1 der Verfassung der USA über das Präsidentenamt: „Before he enter on execution of his office he shall take the following oath or affirmation…“, jedoch ist im Amendment XX von 1933 in Section 1 festgelegt: „The term oft the President and the Vice President shall end at noon on the 20th day of January….; and the term of the successors shall then begin.” Es war am 20 Januar 2009 bereits etwa 12:05, als Barack Obama seinen Eid sprach, er somit bereits etwa 5 Minuten Präsident der USA war.
Federalist Alexander Hamilon  ...… dass ein US-Präsident und sein Vize einmal aus gegnerischen Parteien gewählt worden waren?
Während der beiden Amtszeiten von George Washington hatte sich ein erstes Zwei-Parteiensystem – „the first party system“ – herausgebildet; den die Regierung stützenden Federalisten mit Hamilton als starkem Mann dieser Administration stand eine Gruppe von Oppositionellen um Madison und Jefferson gegenüber, die sich selbst Republikaner nannten (nicht zu verwechseln mit der heutigen Republikanischen Partei). Bei den Präsidentschaftswahlen 1795/96 standen sich somit erstmals zwei Parteien gegenüber. Die damals sehr zerstrittenen Federalisten einigten sich schließlich auf John Adams als Kandidaten, während die Republikaner Jefferson nominierten. Damals - politische Parteien waren in der Verfassung nicht vorgesehen - wurden Präsident und Vizepräsident von den Wahlmännern noch in einem gemeinsamen Wahlgang gewählt. Jeder der Wahlmänner hatte zwei Stimmen, ohne diese für den Präsidenten oder den Vizepräsidenten benennen zu können. Wer die höchste Stimmenzahl erhielt – vorausgesetzt dies war die Mehrheit aller Wahlmännerstimmen – wurde Präsident und der Kandidat mit der zweithöchsten Stimmenzahl sein Vizepräsident. Hamilton war mit seinem Parteikollegen Adams verfeindet, nannte ihn sogar ungeeignet für das Präsidentenamt und versuchte seine Wahl durch eine Intrige zugunsten des Vizepräsidenten Kandidaten der Federalisten zu hintertreiben. Dies ging schief und als überraschendes Wahlergebnis ergab sich die in der Geschichte der USA einmalige Situation, dass der Präsident John Adams ein Federalist war und sein Vizepräsident Thomas Jefferson ein Republikaner.
Der 9. Präsident der ...… was die kürzeste Amtszeit eines US Präsidenten war?
William H. Harrison wurde 1840 zum 9. Präsidenten der USA gewählt. Bei seiner Amtseinführung am 4. März 1841, einem sehr kalten Tag,  erkältete er sich, wohl auch wegen einer extrem langen Rede, erkrankte an einer Lungenentzündung und starb am 4. April 1841 nach nur einmonatiger Amtszeit. Im Amt folgte ihm der gewählte Vizepräsident John Tyler, dessen präsidentielle Rechte anfangs umstritten waren, der jedoch als 10. Präsident gezählt wird. Die verfassungsrechtliche Grundlage für den tatsächlichen Übergang der Präsidentschaft an den nachfolgenden Vizepräsidenten  und die Regelung zur Ernennung eines neuen Vizepräsidenten wurde erst 1965  durch den 25. Verfassungszusatz geschaffen.  Das darin für den neuen Präsidenten vorgesehene Recht zur Ernennung des neuen Vizepräsidenten wurde als notwendig gesehen, da ansonsten der Sprecher des Repräsentantenhauses als Nr. 3 in der Rangfolge nachzufolgen hätte, womit die Trennung zwischen Exekutive und Legislative durchbrochen worden wäre. Aus diesem Grunde blieb das Amt des Vizepräsidenten während der gesamten Amtszeit John Tylers, also bis 1945 vakant.
Jesse Louis Jackson  ...… wer der erste ernsthafte afro-amerikanische Präsidentschaftsbewerber war?
Jesse Louis Jackson wurde 1941 in Greenville, South-Carolina, geboren und stieg in den 1960er Jahren  zu einem der wichtigsten schwarzen Bürgerrechtsaktivisten neben Martin Luther King auf. Seine Medienkompetenz wurde national zum ersten Mal erkannt, als er das blutige Hemd des soeben ermordeten Martin Luther King am 4. April 1968 in Memphis in die Fernsehkameras hielt. Im selben Jahr wurde er Reverend einer Baptistenkirche und gründete 1971 seine eigene Bürgerrechtsbewegung “People United to Save Humanity” (PUSH). Während der nächsten 15 Jahre wurde Reverend Jesse Jackson auch international berühmt als grimmiger schwarzer Prediger und unnachgiebiger Kämpfer für Bürgerrechte. 1984 bewarb er sich um die demokratische Nominierung zum Präsidentschaftskandidaten, wurde aber eindeutig von Walter Mondale aus dem Feld geschlagen. 4 Jahre später wiederholte er seine Bewerbung. Diesmal entwickelte sich ein enges Duell zwischen dem Gouverneur von Massachusetts Michael S. Dukakis und Jesse Jackson, nachdem andere favorisierte demokratische Kandidaten wie Senator G. Hart und Gouverneur Mario S. Cuoma ausgeschieden waren. Jackson’s populistische Parolen kamen sowohl bei den armen Weißen wie auch bei den Schwarzen gut an; jedoch verlor seine Kampagne an Schwung, nachdem er sogar eine Reihe von Vorwahlen als Sieger beendet hatte, als es allgemein klar wurde, dass Amerika noch nicht reif für einen schwarzen Präsidenten war bzw. zumindest nicht für einen mit derart extremen Ansichten und so wenig Erfahrung in Politik und Administration. Dennoch beendete er die demokratischen Vorwahlen als Zweiter mit 7 Millionen Stimmen und hoffte damit auf seine Nominierung als Vize-Präsidentschaftskandidat; jedoch entschied sich Dukakis für einen weißen Konservativen aus Texas, Senator L. Bentson. In späteren Jahren wurde Jackson wiederholt mit seinen erfolgreichen Aktionen zur Befreiung amerikanischer und anderer Gefangener aus Staaten wie Syrien, Kuba, dem Irak Saddam Hussein’s und aus dem früheren Jugoslawien bekannt, wobei er hierbei auch ohne offiziellen Auftrag der US-Regierung auftrat.
 
John Quincy Adams  ...… wer der erste Botschafter der USA in Berlin war?
1797 kam John Quincy Adams, geboren 1767 in Massachussetts und gestorben 1848 in Washington DC, als erster Botschafter der USA an den preußischen Hof in Berlin und vertrat sein Land hier bis 1801. Botschaftsgebäude gab es damals noch nicht, man residierte in angemieteten, wechselnden Räumen. Von 1801 bis 1835 wurden die USA in Preußen nur indirekt vertreten; erst 1835 kam wieder ein Botschafter, Henry Wheaton, nach Berlin. Diplomatische Vertretungen der USA in Berlin – nach 1871 mit Deutschland anstelle Preußen – gab es dann kontinuierlich mit Ausnahme der Unterbrechungen durch die Kriegsjahre. John Q. Adams war der Sohn des 2. Präsidenten der USA, John Adams, und war vor und nach seiner Botschafterzeit in Berlin Vertreter seines Landes in Portugal, den Niederlanden, in Russland und schließlich auch noch in Großbritannien (1815-1817) gewesen. 1825 wurde er selbst 6. Präsident der USA bis 1829. 1841 vertrat er die Sklaven des spanischen Sklavenschiffes "La Amistad", die sich befreien konnten und in den USA gelandet waren, vor dem Supreme Court. Er erreichte, dass die ehemaligen Sklaven nicht an Spanien ausgeliefert wurden sondern als freie Menschen in ihre Heimat zurückkehren konnten
Germantown Indiana   ...... dass es die Bezeichnung Germantown in den USA 33 mal gibt?
So benannt sind Städte, Dörfer, Stadtteile oder andere Örtlichkeiten. Germantown gibt es in Pennsylvania allein 6 mal, darunter das erste Germantown in Amerika, welches jetzt ein Stadtteil von Philadelphia ist; in Maryland 4 mal; in New York, Tennessee und Wisconsin je 3 mal; in Indiana, Kentucky und Ohio je 2 mal und je 1 mal in Connecticut, Illinois, Iowa, Massachusetts, Missouri, North und South Carolina und Virginia. Darüber hinaus sind auch 2 Kriegsschiffe der US Marine nach Germantown, Pennsylvania benannt gewesen.
John Tyler (10. Präsident ...… dass 9 Amerikaner Präsident der USA wurden ohne dazu gewählt worden zu sein?
Von diesen 9 Vizepräsidenten, die Präsidenten wurden, war Gerald Ford der Einzige, der weder als Präsident noch als Vizepräsident jemals vom Amerikanischen Volk gewählt worden war; Präsident Nixon nominierte Gerald Ford als Vizepräsident, nachdem der bisherige Vizepräsident Spirow Agnew zurück getreten war und er selbst wurde dann Präsident nach dem Rücktritt Nixons wegen des Watergate Skandals. 4 dieser als Vizepräsident ins Amt gekommenen Präsidenten wurden durch Wahl im Amt bestätigt und ebenfalls 4 kamen ins Amt, nachdem ihr Vorgänger erschossen worden war.  Im Einzelnen waren diese 9 ehemals Vizepräsidenten: John Tyler (10. Präsident 1841-1845), Millard Fillmore (13. Präsident 1850-1853), Andrew Johnson (17. Präsident 1865-1869; Vorgänger A. Lincoln erschossen), Chester Arthur (21. Präsident 1881-1885; Vorgänger J.A. Garfield erschossen), Theodore Roosevelt (25. Präsident 1901-1909, wiedergewählt; Vorgänger W. McKinley erschossen), Calvin Coolidge (29. Präsident 1923-1929, wiedergewählt), Harry Truman (32. Präsident 1945-1953, wiedergewählt), Lyndon B. Johnson (35. Präsident 1963-1969, wiedergewählt; Vorgänger J.F. Kennedy erschossen), Gerald Ford (37.Präsident 1974-1977; Vorgänger R. Nixon zurück getreten).
Präsident  James Monroe ...… dass Monrovia, die Hauptstadt des west-afrikanischen Staates Liberia, nach dem 5. US Präsidenten James Monroe benannt wurde?
Im Verlauf des 19. Jahrhundert überschattete in den USA die Sklavenfrage immer stärker alle anderen Reformbewegungen, die besonders in den ersten Jahrzehnten auf sicher vergleichbares Interesse gestoßen waren. In der Kolonialzeit hatten die meisten Amerikaner die Sklaverei schon aus wirtschaftlichen Gründen als eine Notwendigkeit akzeptiert, darüber hinaus war sie sogar durch die Bibel sanktioniert. Die Freiheits- und Gleichheitsideale Revolution riefen eine weit verbreitete Ablehnung dieser Einrichtung hervor, sogar im Süden. Jedoch ebbte diese Ablehnung der Sklaverei zu Beginn des 19. Jahrhunderts ab. Anti-Sklaverei Gesellschaften, besonders zahlreich in den nördlichen Südstaaten, agitierten weiterhin jedoch recht gedämpft und strebten im Kern lediglich eine allmähliche Sklavenbefreiung an. Im Jahr 1817 wurde die American Colonization Society  mit Unterstützung so prominenter Sklavenhalter wie Henry Clay (einer der einflussreichsten Politiker dieser Jahre) and John Marshall (Chief Justice des Supreme Court von 1801 bis1835) gegründet, die die Ansiedlung befreiter Sklaven in West Afrika anstrebte, was in den USA als Colonization bezeichnet wurde. Die Aktivitäten dieser Gesellschaft führten 1822 zur Gründung der unabhängigen Republik Liberia in West Afrika, deren Hauptstadt Monrovia nach dem 5. US Präsidenten James Monroe, der über zwei Amtszeiten von 1816 bis 1824 im Amt war. Die Gesellschaft gewann auch viele Anhänger der Idee im Norden wie auch im Süden, sogar einige der später führenden und entschiedenen Sklaverei-Gegner der Bürgerkriegszeit glaubten zunächst, dass die Kolonisierung den Weg zur Sklavenbefreiung  eben könne. Im Süden sahen jedoch viele diesen Weg im wesentlichen lediglich als eine Gelegenheit, das Land von befreiten Sklaven zu reinigen, die als potentielle Anführer von Sklavenaufständen gelten konnten. Jedoch war es bereits um 1830 offensichtlich, dass die Idee der Kolonisierung gescheitert war. Daran änderte sich auch nichts, als Präsident Lincoln zu Beginn des Bürgerkrieges noch einmal Kolonisierung als eine Möglichkeit zur Lösung des Rassenproblems ansah. Bis 1860 waren nicht mehr als 12000 Menschen im Sinne der Kolonisierung in West Afrika angesiedelt worden – ein kleiner Bruchteil der schwarzen Bevölkerung.
Dieses Gemälde von John ...... was Manifest Destiny bedeutet?
Die Formulierung Manifest Destiny ("offenkundige Bestimmung") wurde zum ersten Mal 1845 von den Journalisten John L. OSullivan verwandt, als er die Annexion der damals noch selbstständigen Republik Texas propagierte. Ein wenig später, am 27. Dezember 1845, argumentierte er in seiner Zeitung, der New York Morning News, dass die USA berechtigt seien, das gesamte Territorium Oregon einzufordern: “And that claim is by the right of our manifest destiny to overspread and to possess the whole of the continent which Providence has given us for the development of the great experiment of liberty and federated self-government entrusted to us.”
Manifest Destiny gab der Vermutung Ausdruck, dass von der Vorsehung die Kontrolle des gesamten nordamerikanischen Kontinents für die USA bestimmt sei. Befürworter, damals insbesondere Demokraten, glaubten, dass eine solche Expansion nicht nur gut sei, sondern dass sie auch offensichtlich ("manifest")  und ganz sicher("destiny") so erfolgen würde. Manifest Destiny lieferte somit eine bequeme rationale Begründung für die territoriale Ausdehnung der USA durch Nord-Amerika bis hin zum Pazifik und – krass ausgedrückt – auch dafür, dass geringwertigere Bevölkerungen wie Indianer oder Mexikaner landhungrigen Pionieren weichen müssten. Es drückte die Überzeugung des 19. Jahrhunderts aus, dass es eine Mission der USA sei, ihre Form der Demokratie und der Freiheit weiter zu verbreiten. Wie andere Ideen des 19. Jahrhunderts auch beinhaltete Manifest Destiny viel Idealismus und Romantik aber es gab auch Elemente von aggressivem Denken und sogar Rassismus, was in den politischen Diskussionen jener Tage von den Kritikern auch offen angesprochen wurde.
Manifest Destiny Gedanken wurden nach dem Bürgerkrieg um 1890 wieder belebt, jetzt jedoch von republikanischer Seite als theoretische Rechtfertigung für die Expansionsbestrebungen der USA außerhalb des nordamerikanischen Kontinents. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam dieser Ausdruck für amerikanische Politiker außer Mode, dennoch glauben einige Kommentatoren, dass einige Elemente des Manifest Destiny, insbesondere der Glaube an eine amerikanische Mission zur weltweiten Verbreiterung und Verteidigung der Demokratie, nach wie vor einen Einfluss auf politische Ideologien der USA haben
 
Die allererste Coca-Cola Flasche ...… dass Coca-Cola bis weit in den 2. Weltkrieg hinein in Deutschland produziert wurde?
Am 8. April 1929 wurde durch die „Deutsche Vertriebs GmbH für Naturgetränke“, kurz „Deverna“, in Essen die erste Coca-Cola-Flasche in Deutschland abgefüllt. 1930 wurde die Coca-Cola GmbH als Vertriebsgesellschaft gegründet, während die „Deverna“ weiterhin für die Herstellung des Sirups verantwortlich war. Bereits 1933 wurden in Deutschland mehr als 100.000 Kisten Coca-Cola pro Jahr verkauft; 1934 gab es schon mehr als 120 Konzessionäre und eine Abfüllanlage in Frankfurt am Main wurde gebaut. Der endgültige Durchbruch für Coca-Cola kam mit den Olympischen Spielen 1936 in Berlin.
Selbst als der 2. Weltkrieg schon ausgebrochen war, lief das Geschäft in Deutschland mit Coca-Cola weiter. Allerdings wurde es für die deutsche Tochtergesellschaft der „The Coca-Cola Company“ immer schwieriger, die für die Cola-Herstellung benötigen Rohstoffe zu beschaffen. Deshalb erfand sie 1940 ein neues Erfrischungsgetränk: Fanta (abgeleitet von Fantasie). Zunächst auf Molkebasis hergestellt, sicherte Fanta den Bestand der Coca-Cola GmbH, während 1942 die Coca-Cola-Produktion schließlich doch eingestellt werden musste.
Nach dem Krieg wurde 1950 die Coca-Cola-Produktion in Deutschland wieder aufgenommen. Aber auch Fanta blieb ein beliebtes Getränk, inzwischen allerdings nicht mehr milchhaltig, sondern als Orangen-Limonade und wurde so zu einem international bekannten Getränk.
Die Hawaii Inseln  ...… wie und wann Hawaii zum 50 Bundesstaat der USA wurde?
Seit 1820, als amerikanische Walfänger und Missionare aus den New-England Staaten zum ersten mal nach Hawaii kamen, das damals eine Art Eingeborenen-Monarchie war,  verstärkten sich die Bindungen an die USA ständig. Am Ende des Bürgerkrieges hatten amerikanische Siedler, zumeist Kinder der Missionare, Ananas- und Zuckerplantagen aufgebaut und dominierten damit sowohl die Wirtschaft wie auch die Regierung der Inseln. Ein Handelsvertrag von 1875 erlaubte einerseits den ungehinderten Export von Hawaii-Zucker in die USA verbot Hawaii aber andererseits, Teile seines Territoriums anderen Mächten in irgendeiner Weise zur Verfügung zu stellen, und machte Hawaii so wirtschaftlich stark von den USA abhängig. Ein weitere Vertrag von 1887 schränkte die Unabhängigkeit Hawaii’s noch weiter ein, indem den USA ein exklusiver Marinestützpunkt in Pearl Harbour eingeräumt wurde. Die amerikanischen Plantagenbesitzer hatten jedoch bis dahin nicht nach einer Annektion durch die USA verlangt. 1890 wurde jedoch eine neuer, für ihren Zucker-Export nachteiliger US-Zolltarif beschlossen  und 1891 bestieg ein neuer Monarch den Thron Hawaii’s mit der erklärten Absicht die Dominanz der Fremden zu beseitigen. Daraufhin verursachten die amerikanischen Farmer im Januar 1893 mit Unterstützung von Marinesoldaten des Kreuzers Boston, der damals in Honolulu ankerte, eine Revolte, setzten den Monarchen ab, riefen eine provisorische amerikanische Regierung aus und entsandten sofort eine Delegation nach Washington mit der Bitte um Annektion. Erste dementsprechende Verträge stießen jedoch auf Widerstand seitens anti-imperialistischer Demokraten sowie auf den einheimischer Zuckerproduzenten. Erst während des Krieges mit Spanien wurde 1898 Hawaii nach einer gemeinsamen Entschließung des Kongresses annektiert – ein Verfahren, wofür nur eine einfache Mehrheit erforderlich war. Nachdem die Hawaiianer im Verlauf der Jahre durch Einwanderung aus Asien aber auch aus den USA zur Minderheit im eigenen Land geworden waren wurde Hawaii am 21. August 1959 durch ein Referendum zum 50. Bundesstaat der USA erklärt. Im November 1993 verabschiedete der Kongress eine „Apology Resolution“, mit der die Revolte von 1893 als ungesetzlich erklärt wurde; Präsident Clinton unterzeichnete das damit verbundene Dokument am gleichen Tage. Heute verlangen die Hawaiianer mehr Unabhängigkeit, Rechte und Land; teilweise wird sogar die Abtrennung von den USA gefordert.
Die Vereinskirche in Fredericksburg, ...… dass ein „Mainzer Adelsverein“ etwas mit Deutschen in Texas zu tun hat?
„Mainzer Adelsverein“ war der Kurzname für den „Verein zum Schutze deutscher Einwanderer in Texas“ (1842-1848), durch dessen Vermittlung zwischen 1844 und 1847 etwa 7.380 Deutsche nach Texas auswanderten. Gegründet wurde der Verein durch 21 Angehörige des Hochadels anlässlich einer Versammlung des „Rates deutscher Fürsten und adeliger Herren“ auf Schloss Biebrich in Biebrich am Rhein. Der Verein, der sowohl philanthropische als auch kommerzielle Ziele hatte, wurde1844 wurde in eine Aktiengesellschaft mit zeitweiligem Sitz in Mainz umgewandelt. Nach ersten Erkundungen in Texas durch zwei Vereinsmitglieder in den Jahren 1842 bis 1844 wurde im Mai 1844 Carl Prinz zu Solms-Braunfels vom „Texasverein“ als erster Generalkommissar nach Texas geschickt. Die ersten Einwanderer trafen im Dezember 1844 in Texas ein und gingen in Carlshafen (später Indianola) an Land, dem von Solms-Braunfels für die Gesellschaft geschaffenem Hafen. Doch erst am 18. März 1845 gelang es Solms, nahe dem Guadalupe River ein Stück Land für die ersten Siedler zu kaufen; “Neu-Braunfels” (New Braunfels) wurde die neue Siedlung genannt.
Allerdings bewies der junge Prinz keine glückliche Hand in Finanzdingen; er musste schließlich von seinem Amtsnachfolger Otfried Hans Freiherr von Meusebach durch Zahlung von 10.000 US-$ freigekauft worden werden. Als Texas im Jahr 1845 in die "nordamerikanische Union" (USA) aufgenommen wurde, war der Traum von einer deutschen Kolonie “Neu-Deutschland” endgültig geplatzt. Dennoch kamen durch Vermittlung des Vereins bis 1847 knapp 7.400 Deutsche nach Texas. 1847 gründete Meusebach den Ort “Friedrichsburg” (Fredericksburg ), benannt nach Friedrich von Preußen, einem Vereinsmitglied.  Meusebachs größte historische Leistung bestand allerdings darin, mit dem Indianerstamm der Comanchen im Jahr 1847 einen Friedensvertrag auszuhandeln: Die Deutschen kauften Felle und Lebensmittel von den Indianern, während diese im Gegenzug von Plünderungen der deutschen Siedlungen absahen. Einzigartig an diesem Vertrag ist die Tatsache, dass er von beiden Seiten niemals gebrochen wurde. Diesem denkwürdige Friedensvertrag wird noch heute in Fredericksburg, der Hochburg der deutschen Auswanderer, am zweiten Samstag im Mai anlässlich der Feier des “Founder’s Day” gedacht.
Der "Mainzer Adelsvereins" war auf Dauer mit der organisatorischen Umsetzung seiner Ziele völlig überfordert, nicht zuletzt da ihm bereits nach wenigen Jahren die finanziellen Mittel ausgingen. Am 23. Februar 1848 löste sich der "Mainzer Adelsverein" formal auf, die Vermögens- und Schuldenverwaltung wurde am 6. Mai 1848 an die "Deutsche Colonisationsgesellschaft für Texas" in Biebrich übergeben. In Texas führte die "German Emigration Company" die Geschäfte weiter. Obwohl das „texanische Abenteuer“ also für den Verein schließlich in einem Fiasko endete, entstand rund um die Vereinsgründungen New Braunfels und Fredericksburg im Laufe der Jahre eine blühende Siedlungslandschaft, die für die ausgewanderten Deutschen doch noch zu einer neuen Heimat wurde. Meusebach selbst vertrat Texas als Senator in Washington. Die Deutschen in diesem Gebiet trugen viel zur Entwicklung von Texas bei. Beide Orte waren bereits nach kurzer Zeit florierende Städte und Mittelpunkte des Deutschtums in den USA. Noch um die Wende zum 20. Jahrhundert waren etwa 100.000 Texaner deutschsprachig. Die meisten siedelten in Zentraltexas zwischen Austin und San Antonio. Bis heute gibt es den „German Belt“ in Texas, in dem man “Friedrichsburger Deutsch” spricht, und bis heute ist das texanische Amerikanisch mit deutschen Einflüssen stark durchsetzt.
 
Route 66   ...… dass die berühmte Route 66 “nur” von Chicago nach Los Angeles führte?
Diese „Mother Road“ führte keineswegs von Küste zu Küste und sie war auch nicht die erste große Ost-West  Straßenverbindung der USA; dies war der 1913 konzipierte Lincoln Highway, der am Times Square in New York begann und am Lincoln Park in San Francisco endete. Dennoch wurde diese am 11.11. 1926 eingeweihte Route 66, die am Lake Michigan in Chicago begann und nach ca. 2500 Meilen am Pazifik in Los Angeles endete, zu dem Symbol des Aufbruchs Amerikas in das automobile Reisezeitalter. Route 66 verband die Industrieregion um die Großen Seen mit den Ölfeldern Oklahomas und dem aufstrebenden südlichen Kalifornien. Sie prägte wie kaum eine andere Verkehrsverbindung die USA, obwohl die durchgehende Asphaltierung erst 1937 beendet wurde. Entlang der Strecke breitet sich Franchise als das alles dominierende Geschäftsmodell aus. Anfangs der 40er Jahre boten Motels wie das Ansom in Albuquerque ihren Gästen an, per Gratisanruf Zimmer in Partnerhäusern zu buchen; aus diesem losen Verbund entstand die Kette Best Western. Nach dem zweiten Weltkrieg etablierten sich die Holiday Inn Motels als Synonym des preiswerten Urlaubs. Auch die Wiege von McDonalds stand an der Route 66 im kalifornischen San Bernardino. Städte, durch die sie führte, blühten auf und zerfallen seit die Mutter aller Straßen den Autobahnen weichen musste. Es war nur logisch, dass diese Straße den wachsenden Anforderungen einer mobilen Gesellschaft schließlich selbst zum Opfer fiel. Nach 1950 wurde sie sukzessive durch die vierspurigen Autobahnen ersetzt. 1985 wurde das letzte offizielle Straßenschild der Route 66 abmontiert – sie war Geschichte. Aber sie lebt weiter in Filmen und in Musik. Auch sind heute einige Route-66-Gesellschaften sehr aktiv, um möglichst viel der Originalsstraße historisch getreu zu erhalten; knapp 100 Meilen sind heute noch befahrbar.
Carl Schurz als Student ...… dass ein deutscher Revolutionär Innenminister der USA wurde?
Als 19jähriger Student der Geschichtswissenschaft demonstriert Carl Schurz im Revolutionsjahr 1848 in Bonn für Freiheit und nationale Einheit. Ein Jahr später kämpft er in der Pfalz und in Baden gegen die anrückenden preußischen Truppen zur Verteidigung der Paulskirchenverfassung. Er entkommt in die Schweiz, befreit im November 1850 in einer spektakulären Aktion seinen Bonner Professor Kinkel, der von den siegreichen Preußen zu lebenslanger Festungshaft verurteilt worden war, aus der Rastatter Haft und flieht nach London. 1852 kehrt er, jetzt verheiratet, wie viele andere 48er enttäuscht  dem reaktionären Europa den Rücken und wandert in die USA aus, wo er sich in Watertown, Wisconsin, niederlässt. Er schließt sich bald der jungen Republikanischen Partei an und wird unter dem Einfluss Lincolns, den er persönlich kennen lernt, zu einem Gegner der Sklaverei und schließlich zu einem der einflussreichen „black Republicans“. In vielen Vorträgen und Reden im ganzen Land suchte er vor allem die Zustimmung der deutschen Amerikaner für die Politik Lincolns. Nach dem Wahlsieg Lincolns 1860 wird er für kurze Zeit Botschafter der USA in Spanien und erreicht, dass Spanien nicht im ausbrechenden Bürgerkrieg auf Seiten der Südstaaten interveniert. Nach seiner Rückkehr in die USA fordert er sofort einen hohen militärischen Rang in der Unionsarmee und wird schließlich 1863 dank seiner guten Kontakte zum Weißen Haus trotz erheblicher Widerstände in der Armeeführung zum Generalmajor befördert. Privat ist er zunächst mit Grundstückgeschäften wenig erfolgreich;  dies ändert sich erst, als ihm 1867 angeboten wird, bei der deutschsprachigen Westlichen Post in St. Louis Mitherausgeber zu werden. Während des Winters 1867/68 besucht Schurz Deutschland und wird in Berlin von Otto von Bismarck empfangen. Wie so mancher bürgerliche Freiheitskämpfer zeigt sich Schurz  vom Erfolg der Bismarckschen Politik beeindruckt. Auch er selbst, 1869 zum Senator von Missouri gewählt, ändert seine politischen Ansichten; er löst sich von den Republikanern und versucht, eine neue, eine Liberal Republican Party zu gründen. Er scheitert, versteht sich jetzt als Unabhängiger, hält mal zu den Republikanern, mal zu den Demokraten. 1872 besucht er mit seiner Familie Deutschland; das neue Reich beeindruckt ihn, wenngleich ihn der dröhnende Nationalismus befremdet. 1876 unterstützt er die Kandidatur des Republikaners R. B. Hayes, nach dessen Sieg er zum Innenminister berufen wird. Er agiert jedoch wenig glücklich. Nach 4 Jahren werden die Republikaner abgewählt und die Amtszeit von C. Schurz als Innenminister ist beendet. Seiner alten Heimat  bewahrt der Revolutionär von einst eine patriotische Gesinnung; bereits 1870/71 hat er im deutsch-französischen Krieg kritiklos für die alte Heimat Partei ergriffen und den deutschen Sieg mit schwarz-weiß-roter Beflaggung seines Zeitungshauses in St. Louis gefeiert. Als Wilhelm I. 1888 stirbt, jener Fürst also, der den jungen Freiheitsmann einst in Baden erschießen wollte, widmet Schurz ihm einen ausgiebigen Nekrolog, der die nationalen Taten des Kaisers preist. Als fast 70järiger agitiert er heftig gegen alle imperialistischen Ambitionen und die Versuche der USA, sich ein eigenes Kolonialreich zu schaffen. Als die Regierung 1898 den Krieg gegen das koloniale Spanien vom Zaun bricht, wirft er ihr vor, diesen Feldzug „im Namen der Freiheit und Menschlichkeit“ zu führen, tatsächlich aber zum „Zwecke der Selbstbereicherung“. Am 14.Mai 1906 stirbt er in New York. Präsident Theodore Roosevelt und Kaiser WilhelmII. kondolieren, Mark Twain schreibt einen Nachruf.
Von Steuben - einer ...…. was die Mühlenberg-Legende ist?
Seit 200 Jahren hält sich hartnäckig eine Legende, die besagt, dass Deutsch um ein Haar die offizielle Landessprache der USA geworden wäre. Ein entsprechendes Gesetz soll nur an einer einzigen Stimme gescheitert sein. Der Mann, der die Wahl zugunsten von Englisch entschied, soll ausgerechnet deutscher Abstammung gewesen sein.
Tatsache ist jedoch, dass eine Abstimmung über die Amtssprache der USA niemals stattgefunden hat, auch nicht auf regionaler Ebene. Doch wie alle Legenden hat auch diese einen wahren Kern: Am 9. Januar 1794 reichte eine Gruppe deutscher Einwanderer aus Virginia beim US-Repräsentantenhaus eine Petition ein, in der sie die Veröffentlichung von Gesetzestexten in deutscher Übersetzung forderten. Dies sollte den Einwanderern, die noch kein Englisch gelernt hatten, helfen, sich schneller mit den Gesetzen in der neuen Heimat zurechtzufinden. Doch der Antrag wurde vom Hauptausschuss des Repräsentantenhauses mit 42 zu 41 Stimmen abgelehnt. Der deutschstämmige, zweisprachige Sprecher des Repräsentantenhauses, Frederick Augustus Conrad Muehlenberg, der sich selbst bei der Abstimmung enthalten hatte, erklärte hinterher: "Je schneller die Deutschen Amerikaner werden, desto besser ist es."
Dies führte bei den deutschen Siedlern zu einer gewissen Verbitterung, die den Nährboden für jene Legende bildete, die eine Generation später aufkam und als so genannte Mühlenberg-Legende Berühmtheit erlangte: 1828, so ging das Gerücht, habe es in Pennsylvania eine Abstimmung darüber gegeben, ob Deutsch neben Englisch zweite Amtssprache werden sollte. Der entsprechende Antrag sei mit nur einer Stimme überstimmt worden. Die entscheidende Stimme, die Deutsch verhinderte, habe ausgerechnet der deutschstämmige Parlamentssprecher Mühlenberg abgegeben.
So lautet die Legende. Zwar machten die Deutschen zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen nicht unerheblichen Bevölkerungsteil im Staate Pennsylvania aus, doch war dieser nicht höher als ein Drittel. Auf die Gesamtpopulation der USA bezogen, lag der Anteil deutscher Einwanderer um 1830 gerade mal bei neun Prozent. Dennoch gibt es eine Vielzahl deutscher Worte, die Eingang in die amerikanische Sprache gefunden haben wie "muesli", "reinheitsgebot" und "weltschmerz", und es kommen auch immer noch neue Worte hinzu wie etwa "fahrvergnügen" oder "bremsstrahlung".
Der erste Präsident George ...….seit wann amerikanischen Präsidenten nur zwei Amtszeiten erlaubt sind?
Zwar ist es richtig, dass George Washington, der erste Präsident der USA, nur zwei Amtszeiten amtierte, eine dritte Wahl zum Präsidenten ablehnte und so eine Tradition der zwei Amtszeiten begründete. Es wurde aber in der Folgezeit bis 1946 niemals gesetzlich in irgendeiner Weise etwas über die Zahl der Amtszeiten eines amerikanischen Präsidenten festgelegt. So war es völlig legal, dass Franklin D. Roosevelt viermal zum Präsidenten gewählt werden konnte – 1932, 1936, 1940 und 1944. Dies hat nichts – wie häufig angenommen wird – mit dem 2. Weltkrieg zu tun, in dem Sinne, dass hier eine Ausnahmeregelung gegolten habe. Im übrigen waren die USA bei seiner dritten Wahl 1940 noch nicht im Krieg – im Gegenteil, während des Wahlkampfes gegen den Republikaner Willkie hatte Roosevelt sogar versprochen, dass „American boys would not be sent into any foreign war“. Bei den Kongresswahlen 1946 – Harry S. Truman, Vizepräsident seit 1944, war inzwischen als Nachfolger des 1945 gestorbenen Franklin D. Roosevelt Präsident geworden – siegten die oppositionellen Republikaner erdrutschartig und gewannen zum ersten Mal seit 1930 wieder die Mehrheit in beiden Häusern. Unter dem für die Republikaner immer noch frustrierenden Eindruck, den die lange In-Besitznahme des Weißen Hauses durch den Demokraten Roosevelt auf sie gemacht hatte, beschloss der Kongress als 22. Amendment zur Verfassung der USA, dass allen zukünftigen Präsidenten nach Harry S. Truman nur noch zwei Amtszeiten erlaubt seien. Dieses 22. Amendment wurde 1951 ratifiziert.
Jamestown - vor 400 ...…. dass vor 400 Jahren die erste dauerhafte englische Kolonie in Nordamerika – Jamestown - errichtet wurde?
Zwischen 1585 und 1587 hatte Sir Walter Raleigh mit einem Patent der Königin Elizabeth I verschiedene Versuche unternommen, auf Roanoke Island vor der Küste des heutigen North Carolina eine Kolonie zu gründen. Nicht zuletzt auch die bis 1588 andauernde Bedrohung Englands durch die spanische Armada ließ es nicht zu, diese erste Kolonie regelmäßig aus England zu unterstützen. Eine Erkundungsexpedition mit Nachschub fand die Kolonie 1591 völlig verwüstet vor. Das Schicksal dieser „verlorenen Kolonie“ und ihrer Bewohner konnte niemals geklärt werden. In England lernte man aus diesem Katastrophe zwei Dinge: ein Mensch allein konnte nicht genügend Mittel zur Finanzierung solcher Vorhaben aufbringen und es war absolut erforderlich, für die Kolonisten einen genügenden Nachschub aus England sicher zu stellen.
1606 erteilte Jakob I (engl. James I) zwei Gruppen von Kaufleuten, der London Company und der Plymouth Company, eine Lizenz, Nordamerika zwischen dem 34. und 45. Breitengrad zu kolonisieren. Beide Gruppen hatten ausschließlich kommerzielle Interessen und wollten über die Errichtung von Handelsposten insbesondere Pelze und andere wertvolle Rohstoffe nach England importieren. Die ersten Versuche der Plymouth Company an der Küste des heutigen Maine scheiterten. Die London Company war hingegen nach einigen Misserfolgen weiter südlich erfolgreich und am 26. April 1607 landeten die 3 Schiffe Discovery, Godspeed und  Susan Constant mit 104 Männern und Jungen an der südlichen Küste der Chesapeake Bay. Nachdem sie diesen Platz Cape Henry benannt hatten setzten sie ihre Erkundung in eine breite Flussmündung hinein fort, bis sie einen geeigneten Ankerplatz für ihre Schiff fanden. Sie nannten ihre neue Heimat zu Ehren ihres Königs Jamestown und den Fluss James River. Einige hundert Siedler folgten diesen ersten Kolonisten in den folgenden 2 Jahren.
Die Kolonie war von Beginn an in großen Schwierigkeiten; Klima, interne Streitigkeiten und  mangelnde landwirtschaftliche Aktivitäten drohten ein Scheitern an. Hunger und Krankheiten reduzierten in den „Hungerjahren“ 1609 und 1610 die Bevölkerung der Kolonie von 500 auf 60. Lediglich der kontinuierliche Nachschub aus England, aber auch die energische, disziplinierende Führung der Kolonie durch Captain John Smith und Sir Thomas Dale sicherte das Überleben der Kolonie. Einige Jahre später wurde festgestellt, dass die Tabakpflanze hier besonders gut gedieh, was sehr bald zu erheblichen Exporten von Tabak führte. Die Stabilisierung der Kolonie wurde 1619 sichtbar, als die jetzt in Virginia Company umbenannte Heimatgesellschaft Schiffsladungen von Frauen in die Neue Welt schickte. Im gleichen Jahr trat auf Geheiß der Virginia Company eine  Wahlversammlung zusammen, um eine Selbstverwaltung, eine eigene Regierung, zu wählen. Hierdurch sollten sich die englischen Nordamerika-Kolonien von allen anderen Kolonien der anderen europäischen Mächte unterscheiden. Dennoch war die Kolonie auch weiterhin in Gefahr; 1622 wurde sie beinahe durch eine Indianer Attacke ausgelöscht. 1624 schließlich war die Gefahr gebannt; die Company ging bankrott und Virginia wurde Kolonie der Krone, wobei die Krone widerwillig das Vertretungsrecht der Siedler anerkannte.
 
Die berühmten „Pilgrim Fathers“ landeten hingegen erst am 16. Dezember 1620 in Plymouth.
General Custer   ...….dass der letzte Sieg der Indianer über die Weißen 131 Jahre zurückliegt?
Am 25. Juni 1876 – einem heißen Sommertag – besiegten  Sioux Indianer unter der Führung von Crazy Horse am Little Bighorn, Montana, ein Kavallerieregiment der US Army unter Führung von Colonel George Armstrong Custer vernichtend und töteten 261 Soldaten darunter Custer selbst wie auch 40 Deutsche, manche gerade erst eingewandert. Custer, der im US-Bürgerkrieg wegen außergewöhnlicher Tapferkeit mit 23 Jahren zum jüngsten General der US-Militärgeschichte befördert worden war, war in der Nachkriegsarmee nur noch Colonel, durfte aber den Titel General behalten.
Die nomadisierenden Prairie-Indianern waren durch das Pferd, das ihnen bis etwa 1740 unbekannt gewesen war und das sie dann „sunka wakan“ - der unbegreifliche Hund – genannt hatten, und durch die dadurch völlig veränderte Bisonjagd den Landwirtschaft treibenden indianischen Völkern überlegen geworden.  Jetzt hatten diese Indianer ihren Status als unabhängige Völker per Dekret aus Washington verloren, die Zeit der Bisonjagd war vorbei und zuvor den Indianern zugesagtes Land sollten sie jetzt hergeben.
Die in Montana und Dakota nomadisierenden Indianerstämme, hauptsächlich Sioux Indianer, sollten in einer groß angelegten Aktion - „Centennial Campaign“ genannt – durch 3 Armeen in Reservationen verbracht werden. Custers 7. US-Kavallerie bildete mit ihren 600 Mann nur das Vorauskommando. Da er jedoch davon überzeugt war, dass kein Indianer seiner Truppe standhalten könnte, beschloss er, ein großes Indianerlager sofort anzugreifen. (Seinerzeit sprach man von etwa 7000 Indianern; heute hält man lediglich eine Zahl von etwa 1200 für zutreffend.) Hierzu teilte er seine Truppe; Major Reno und er selbst sollten das Lager von verschiedenen Seiten angreifen. Nachdem zuerst Major Reno’s Truppe unter erheblichen Verlusten in die Flucht geschlagen worden war,  wurde der davon nichts ahnende Custer mit seinen Soldaten jetzt von den Indianern unter Führung von Crazy Horse im Rücken angegriffen und vollständig aufgetrieben. Auch der berühmte Häuptling Sitting Bull hatte am Little Bighorn gelagert, aber in die Kämpfe wohl selbst nicht eingegriffen.
Die Nachricht von dieser vernichtenden Niederlage einer Einheit der US-Armee durch Indianer hatte auf die Zeitgenossen vergleichbare Wirkung wie auf spätere Generationen der Überfall der Japaner in Pearl Harbour oder die Anschläge vom 9. September 2001. Custer wurde später exhumiert und 1877 ehrenvoll in der Militärakademie West Point beigesetzt. 1890 wurden dann 300 Sioux Indianer eines Aufstandes in einer Reservation verdächtigt und in einem Ort namens Wounded Knee von Soldaten umstellt. Warum das Schießen begann, wurde nie geklärt, aber kurz danach waren alle 300 Indianer tot. Im allgemeinen wird dieses Massaker von Wounded Knee als letztes Gefecht der Indianerkriege bezeichnet; geschlagen wurde es von der 7. US-Kavallerie, Custer’s altem Regiment.
Der Kartograph Martin Waldseemüller ...…. wie Amerika zu seinem Namen kam?
In diesem Jahr feiert der Doppelkontinent seinen 500. Namenstag – den es ohne einen deutschen Kartografen nicht geben würde. Im Jahr 1507 bezeichnete Martin Waldseemüller  – geboren um 1470 in Freiburg und gestorben 1521 - die neue Welt in einem dreiteiligen Werk erstmals als „America“: auf einer großen Weltkarte, auf einer Globussegmentkarte und zusammen mit Matthias Ringmann in der Schrift „Cosmographiae introductio“. Waldseemüller hatte von den Entdeckungsreisen des italienischen Seefahrers AmerigoVespucci erfahren, die diesen um 1500 entlang der Ostküste des heutigen Südamerika führten. In Anlehnung an die lateinisierte Namensform des Entdeckers nannte Waldseemüller diese Region - ohne Wissen Vespuccis - „Land des Americus“, kurz „America“. Die große Verbreitung der Karte trug dazu bei, dass der Name bald für den gesamten Doppelkontinent geläufig wurde. Waldseemüller selber verzichtete in nachfolgenden Karten auf den Begriff und bezeichnete den Kontinent als „terra incognita“,  nachdem er von den Reisen Christoph Kolumbus’ gehört hatte, der einige Jahre vor Vespucci in Amerika gelandet war.
1901 wurde ein Exemplar der ursprünglich etwa 1000 Weltkarten in Schloss Wolfegg in Baden-Würtemberg wieder aufgefunden. 2001 wurde dieses Exemplar an Library of Congress, Washington, DC, verkauft.
Das vermutlich älteste der vier verbliebenen Exemplare der Globussegmentkarte wird zurzeit in der Ausstellung „Neue Welt & Altes Wissen – Wie Amerika zu seinem Namen kam“ bis zum 1. April 2007 im Museum im Ritterhaus Offenburg, Ritterstr. 10, 77652 Offenburg, www.museum-offenburg.de  gezeigt.
 
Wyatt Earp   ...….dass Wyatt Earp niemals Sheriff oder Marshall in Tombstone war?
Die Wahrheit ist, dass sich Wyatt Earp mehrfach in verschiedenen Städten des Westens, jedoch überall vergeblich, um den Posten des Sheriffs beworben hatte, so auch 1880 in Tombstone. Er wurde stattdessen Saloonbesitzer. 1928 erzählte er kurz vor seinem Tod einem Schriftsteller aus seinem Leben. Dieser machte Wyatt Earp postum zu einer Wild-West-Legende. Den Kern dieser Legende bildet eine wahre Gegebenheit. Vor 125 Jahren – am 26. Oktober 1881 – hatte vor dem Pferdestall OK-Corral eine Schießerei stattgefunden, an der auf der einen Seite Wyatt Earp, seine beiden Brüder und der schwindsüchtige Revolverheld Doc Holliday und auf der anderen Seite 4 Cowboys beteiligt waren; an deren Ende lagen 3 der Cowboys tot am Boden. Die Schießerei – 17 Schüsse wurden abgegeben - hatte kaum mehr als eine halbe Minute gedauert, aber in 223 Fernseh- oder Kinofilmen spielte sie eine Rolle, als Mittelpunkt oder nur am Rande. Heute besuchen jedes Jahr 500 000 Touristen die Stadt, in der 1500 Einwohner fast vollständig vom Tourismus leben, um sich die zweimal im Monat nachgestellte Schießerei anzusehen und um durch „The town to tough to die“ – wie es in der Werbung heißt – zu schlendern.
Meriwether Lewis und William ...…. dass die erste Durchquerung des amerikanischen Kontinents vor 200 Jahren abgeschlossen wurde?
Am 23. September 1806 kehrte eine Expedition unter Führung von Meriwether Lewis und William Clark nach St. Louis zurück, von wo sie 2 1/2 Jahre zuvor aufgebrochen war. Bis zum Louisiana-Purchase 1803 durch President Thomas Jefferson bildete der Mississippi die Westgrenze der jungen USA. Für 15 Millionen U$ wurde diese Landmasse, die sich vom Mississippi unter Einschluss des für die USA strategisch wichtigen New Orleans westwärts bis zu den Rocky Mountains und nordwärts bis zur kanadischen Grenze erstreckte, von Frankreich erworben. Dieser Zukauf, der das Staatsgebiet der USA mehr als verdoppelte, verstärkte das Interesse der  amerikanischen Regierung am Westen ihres Kontinents, wobei zunächst die Hoffnung im Vordergrund stand, einen Wasserweg bis zum Pazifik erkunden zu können. Auf Initiative von Thomas Jefferson brach am 14. Mai 1804 eine Erkundungs-Expedition unter Führung seines früheren Privatsekretärs, Meriwether Lewis, und Lieutenant William Clark von St. Louis aus, folgte zunächst dem Missouri bis zu seiner Quelle und entdeckte dann, dass die Gebirgskette der Rocky Mountains viel größer als angenommen war und dass somit ein Wasserweg bis zum Pazifik eine Illusion blieb. Nach Überquerung der Rockies folgte die Expedition dem Snake und Columbia River bis zur Pazifik-Küste, die am 7. November 1805 erreicht wurde.
Diese Expedition brachte den USA nicht nur eine Fülle an neuen Informationen und Kenntnissen über Landschaft, Flora und Fauna sowie über die Indianer des Westens und erregte nicht zuletzt auch deswegen großes Aufsehen. Die Lewis-Clark Expedition und ihre Ergebnisse trugen ganz wesentlich dazu bei, dass die Amerikaner die Eroberung und Besiedlung des Westens in den nachfolgenden Jahrzehnten vorantrieben. Westward Ho!
Die Cincinnati Brücke  ...…. dass der Konstrukteur der weltberühmten Brooklyn-Bridge in New York vor 200 Jahren in Mühlhausen (Thüringen) geboren wurde?
Johann August Röbling wurde am 12. Juni 1806 in Mühlhausen, Thüringen, geboren. Er absolvierte bis 1827 die renommierte Berliner Bauakademie und lernte während seines Studiums die neue technische Mode der Hänge- und Kettenbrücken kennen. 1831 wanderte er in die USA aus und erhielt 1837 – jetzt Roebling geschrieben – nach Geburt seines ersten Sohnes Washington die amerikanische Staatsbürgerschaft. 1841 gelang ihm die Entwicklung eines besonderen Drahtseiles, was zur Gründung einer Drahtseilfabrik in Trenton, New Jersey, führte. Diese Fabrik wurde später unter seinen Söhnen zur größten Drahtseilfabrik der Welt.
Erste Aufsehen erregende Arbeiten als Brückenkonstrukteur waren die Ausbesserung des Pennsylvania Canals bei der Überquerung des Allegheny Rivers bei Pittsburgh in Form einer Hängekonstruktion und 1855 der Bau einer Eisenbahnbrücke über die Niagara-Fälle.
Ab 1856 war er mit dem Bau der Cincinnati Bridge über den Ohio-River beschäftigt. Wetterkapriolen und dann auch der Bürgerkrieg verzögerten die Fertigstellung bis 1866.  Heute wird diese Brücke, die  mit ihren 322 m Spannweite 1866 von der amerikanischen Presse als längste Hängebrücke der Welt gefeiert worden war,  sehr gern als die kleine Schwester des nachfolgenden Projektes - der Brooklyn-Bridge – bezeichnet; in der Tat sind die Ähnlichkeiten frappierend. Für dieses nächste Projekt – eine Brücke über den East River von New York zur damals noch selbstständigen Stadt Brooklyn mit einer Spannweite von 490 Metern – musste Roebling zunächst viele Skeptiker überzeugen; eine Hängebrücke dieses Formats werde einfach zusammenstürzen, sie werde dem Wind nicht standhalten, sie sei zu teuer und zu lang und niemand würde eine halben Kilometer Brücke ablaufen usw.. Schließlich sollte 1870 mit dem Bau begonnen werden. Am 28. Juni 1869 verletzte sich A.J. Roebling bei Vermessungsarbeiten am East River,  was am 22. Juli 1869 zu seinem Tod führte. Sein Sohn Washington konnte 1883 sein Werk - die Brooklyn Bridge – vollenden.
Benjamin Franklin   ...….dass Benjamin Franklin1785 für die jungen USA einen Freundschaftsvertrag mit Friedrich dem Großen abgeschlossen hatte?
Zusammen mit Benjamin Franklin, dessen 300. Geburtstag wir in diesem Jahr gedenken, wurde dieser erste Freundschaftsvertrages zwischen den USA und einem deutschen Staat von John Adams und Thomas Jefferson unterzeichnet. Benjamin Franklin hatte Zeit seines Lebens eine besondere Beziehung zu den Deutschen. 1732 gab er eine Zeitung in deutscher Sprache – die „Philadelphische Zeitung“ – ebenso wie das erste gedruckte deutsche Liederbuch heraus. 1766 verbrachte er 2 Monate in Deutschland; während dieser Reise wurde er von der Göttinger Akademie der Wissenschaften eingeladen. Er äußerte sich jedoch auch besorgt über das starke Wachstum der deutschstämmigen Bevölkerung: die Deutschen „will shortly be so numerous as to Germanize us instead of Anglifying them, and will never adopt our language and our custom, any more than they can acquire our complexion.“ Hier irrte sich Benjamin Franklin.
New York City  ...…. dass 1914 New York City nach Berlin die zweitgrößte deutsche Stadt war?
Vor dem ersten Weltkrieg lebten etwa 800 000 Deutsche in New York. Ursprünglich hatten sich deutsche Aussiedler bevorzugt in der Gegend östlich der Bowery zwischen der Houston Street und der 12th Street angesiedelt, weshalb diese Gegend auch als Little Germany bekannt wurde. Nach dem Amerikanischen Bürgerkrieg suchten viele deutsche Familien nach einer besseren Wohngegend und siedelten bevorzugt nach Yorkville um, das sich auf das Gebiet zwischen der 59th und der 96th Street und zwischen dem East River und der 5th Avenue erstreckte. Die neuen elektrischen Straßenbahnen der 2nd und 3rd Avenue verbesserten die Verkehrsanbindungen von Yorkville und erhöhten seine Attraktivität für die neu ankommenden deutschen Auswanderer. Der erste Weltkrieg veränderte alles für die Deutschen; viele veränderten ihre Namen, um auch damit zu unterstreichen, dass sie besonders gute Amerikaner seien – „Born in Germany but made in USA“ war ein Slogan. Auch in den 20er und 30er Jahren blieb Yorkville ein deutsches Viertel, jedoch spielten hier in den 30er Jahren Hitler-Anhänger eine zunehmend dominierende Rolle, so dass viele der jetzt aus Nazi-Deutschland auswandernden Menschen und insbesondere die deutschen Juden Yorkville nicht mehr als erste Anlaufstelle sahen. Nach dem zweiten Weltkrieg blieb von dem deutschen Yorkville bis auf vereinzelte Restaurants kaum noch etwas übrig.
Betsy Ross und das ...... wie die erste Flagge der Vereinigten Staaten entstanden ist?
Elizabeth “Betsy” Griscom wurde am 1. Januar 1752 in Philadelphia geboren. Nach ihrer Schulzeit wurde sie von ihrem Vater zur Lehre in eine lokale Polsterei geschickt. Sie heiratete 1773 John Ross, war jedoch bereits verwitwet, als sie nach ihrer eigenen Erzählung im Frühjahr 1776 jenes schicksalhafte Treffen mit den drei Mitgliedern eines geheimen Komitees des Continental-Kongresses hatte, welches zum Nähen der ersten amerikanischen Flagge führte: George Washington, dem Befehlshaber der Kontinental-Armee, George Ross, dem Onkel ihres verstorbenen Ehemannes und Robert Morris. General Washington zeigte ihr einen groben Entwurf für die Flagge mit sechszackigen Sternen. Betsy, die ausgezeichnet mit der Schere umgehen konnte, demonstrierte wie sie mit einem Schnitt einen fünfzackigen Stern ausschneiden konnte. Sehr beeindruckt vertraute das Komitee Betsy die Anfertigung der ersten Fahne an. Die Flagge wurde von ihr in ihrem Wohnzimmer genäht, und sie wehte, als die Unabhängigkeitserklärung der USA am 8. Juli 1776 in der Independence Hall verkündet wurde.
1782 benannte der Kongress die Bedeutung der Farben wie folgt: weiß sollte für Reinheit und Unschuld stehen, rot für Heldentum und Mut sowie blau für Wachsamkeit, Ausdauer und Gerechtigkeit. George Washington soll die Elemente der Flagge wie folgt erklärt haben: die Sterne seien von Himmel genommen, das Rot von den britischen Farben  und die weißen Streifen sollten die Abtrennung vom Mutterland symbolisieren. Es gibt jedoch keinerlei offizielle Deutung oder Erklärung der Fahnenfarben.
Die 13 Sterne  repräsentieren  Delaware, Pennsylvania, New Jersey, Georgia, Connecticut, Massachusetts, Maryland, South Carolina, New Hampshire, Virginia, New York, North Carolina, and Rhode Island. Sie waren kreisförmig angeordnet, so dass keine Kolonie als über andere erhoben angesehen werden konnte.
Betsy heiratete noch zweimal, arbeitete weiter bis 1827. Sie starb mit 84 Jahren am 30. Januar 1836.